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Mein Name ist Nagy Abd-El-Malek und ich bin in Ägypten aufgewachsen und lebe seit 33 Jahren in Deutschland. Ich unterrichte seit 1992 Arabisch in Hannover.
Mein Unterrichtskonzept richtet sich hauptsächlich auf das schnelle Erlernen der arabischen Sprache durch aktives Sprechen.
Methodisch wird dies umgesetzt durch:
Bei mir werden nicht stur Vokabeln oder Grammatik gebüffelt.
Die erworbene Sprachkompetenz wird durch Literatur,schriftliche Übungen,
Tests mittels zusätzlicher Medien (Internet, eingene Software) ergänzt bzw. vertieft.
(* Zum dritten Mal sind wir vom Bildungsverein nach dem lernerorientierten Qualtäts-entwicklungsverfahren LQW für weitere vier Jahre testiert worden.)
Interessant für uns ist, zu wissen, welche arabische Sprache wir lernen sollen bzw. können. Wir lernen die moderne arabische Sprache, die von den meisten Menschen in den 22 Arabisch sprechenden Ländern verstanden wird.
Klassisches Hocharabisch als Muttersprache wird heute von niemandem gesprochen. Die heutige arabische Sprache wird als modernes Hocharabisch bezeichnet und gilt als die Sprache der Gelehrten und Gebildeten.
Die wichtigsten Epochen für die Entwicklung der heutigen arabischen Sprache sind die 2. und 5. Epoche.
In der zweiten Epoche zog die Moderne in die arabische Literatur ein. Es begann mit Abu Nuwas (al-Hasan ibn Hani' al-Hakami ad-Dimaschqi - 757; † 815). Abu Nuwas : gilt als erster urbaner Dichter der arabischen Literatur und war Hofpoet zur Zeit des berühmten Kalifen Harun al-Raschid, von dem viele Geschichten in „Tausendundeine Nacht“ handeln.
In der fünften Epoche begegnen wir Napoleon auf seinem militärischen Ägyptenfeldzug in den Jahren von 1798 bis 1801. Mit Napoleons Ägyptischer Expedition datieren die Historiker die allmähliche Renaissance der arabischen Kultur. Es war eine Renaissance, die explizit aus der Begegnung mit Europa erwuchs. Auch wenn es vielen nicht gefällt: Die gegenwärtige arabische Literatur hat mehr mit der modernen europäischen als mit der klassischen arabischen gemeinsam.
In der wissenschaftlichen technischen Texten wird in den meisten arabisch sprechenden Ländern aus Mangel an einem spezifischen Fachwortschatz neben Französisch auch oft Englisch gebraucht. Eine einheitliche arabische Sprache gibt es nicht. In von 22 zum Teil von kraß unterschiedliche Länder und sich vom Atlantik bis zum Persischen Golf erstreckt, sollte das nicht verwundern.
Mit modernen "Hoch-"Arabisch bezeichnet man, die Sprache der Medien. Im Rundfunk und Fernseher benutzen viele Sprecher häufig eine "Pausalform" und ersparen sich damit einen großen Teil der manchmal komplizierten Grammatik des klassischen Arabisch.
Um die Problematik der Modernen Arabischen-Sprache zu beschreiben, fand ich nichts besseres als folgenden Beitrag aus der Webseite "Midad - deutsch-arabisches Literaturforum "
Es beginnt bei der Frage, wer überhaupt liest. Dabei ist dies nicht eine Frage des Analphabetismus, sondern eine Frage der aktiven Lesebereitschaft und Fähigkeit. Denn die arabische Sprache hält Schwierigkeiten bereit, die nur mit großem Zeitaufwand und Bildungseifer bezwungen werden können. Der Hauptgrund liegt darin, daß die arabische Hochsprache seit vorislamischer Zeit, also seit 1500 Jahren, morphologisch und grammatikalisch praktisch unverändert ist. Das macht es zwar für jeden gebildeten Araber leicht, die ältesten Texte zu lesen. Für einfache Leute jedoch ist Hocharabisch zunächst einmal eine Fremdsprache, da die Muttersprache der lokale Dialekt ist, der zwar in der Regel auf das Arabische zurückgeht (wenn es sich nicht um Berber- oder Minderheitensprachen wie Kurdisch, Assyrisch, Armenisch handelt), jedoch so weit davon entfernt ist wie ein zünftiges Schweizerisch von Hochdeutsch. Das hat zur Folge, daß man selbst bei etablierten arabischen Schriftstellern nicht selten grammatikalische Fehler findet, die man bei uns keinem Studenten durchgehen lassen würde, die aber von den Schreibern selbst durchaus als korrekt empfunden werden können. Das Gefühl für das, was sprachlich gut und richtig ist, geht in der arabischen Welt
Für die vhs-Hannover war ich in der Zeit vom 1992 bis 2006 als Arabischsprachdozent tätig.
In dieser Zeit habe ich jährlich zwischen 30 und 40 lernwillige HannoveranerInnen aus allen Berufen,Altersstufen und Nationalitäten kennengelernt
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einer oder einem meiner ehemaligen KursteilnehmerInnen zufällig in der Stadt begegne und von ihnen in Arabisch begrüßt und angesprochen werde.
Es hat mir riesen Spaß gemacht, 14 Jahre lang, mehrmals jeder Woche im traditionsreichen Gymnasium, Wilhelm Raabe Schule, im Zentrum der Landeshauptstadt Arabisch zu unterrichten.
Seit 2007 unterrichte ich in den Seminarräumen des Bildungsverein Arabisch.
Der Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V. wurde 1981 gegründet.
Er ist unabhängig, gemeinnützig und seit 1985 nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz als eigenständiger finanzhilfeberechtigter Träger anerkannt. Heute gehört der Bildungsverein zu den bedeutendsten Anbietern von Erwachsenenbildung im Großraum Hannover.
Für Dozent/innen und für SprachkursteilnehmerInnen zeichnet sich der Bildungsverein durch hervorragend ausgestatte Seminarräumen, motiviertes Personal und modernes Infrastruktur und Lehrmittel aus.